Der Edderitzer See
Aus Tagebaurestloch wird Seebad, Sport- und Natur-Eiland
Nach über 100 Jahren Braunkohle-Abbau in Edderitz erfolgte in den 60er Jahren die Stilllegung des Tagebaus. Das sich mit Wasser füllende Tagebau-Restloch wurde alsbald ein beliebter Badeort in der mit Badeseen dünn besiedelten Region südlich von Köthen.
Seit ein paar Jahren haben viele fleißige Helfer und Geldgeber ein Naherholungsgebiet sowie ein Sport- und Freizeitparadies erschaffen. Das Strandbad lockt im Sommer die Besucher mit einem etwa 400 Meter langen Sandstrand, einer guten Badewasserqualität, einem Strandcafé, Volleyball-Feldern und dem erst 2008 eingeweihten Lehrgarten der Geologie. Rettungsschwimmer der Wasserwacht sind vor Ort; an Duschen, Toiletten, Schließfächer und ausreichend Parkmöglichkeiten wurde gedacht.
Rund um den etwa 43 ha großen See führt eine bei Skatern, Joggern und Radfahrern sehr beliebte Asphaltstrecke. Diese ist innerhalb einer Stunde erwandert und bietet einen Einblick in die bereits zurück gekehrte Flora und Fauna. So haben unzählige Wasservögel den See bereits erobert, Echsen und Insekten finden ausreichenden Schutz und so mancher Igel traf sicherlich bereits auf (s)einen Fuchs.
Sportarten wie Angeln, Tauchen und Sommer-Biathlon haben sich bereits etabliert. Der Tauchclub Hurrican hat hier ebenso sein Domizil wie der Skiclub Köthen. Hinzu kommen bei schönem Wetter natürlich auch Nordic Walker, Skater, Surfer und Spaziergänger. Regelmäßig finden Wettkämpfe in verschiedenen Disziplinen statt und locken Besucher wie Aktive in Scharen an.
Ein “verstecktes” Highlight ist sicherlich die im Mai 2003 auf den Grund des Sees versenkte Kuh im maritimen Look mit Seestern und Fisch-Schuppen. Passend zur Köthener Kuh-Kunst hat sich auch dieses Exemplar versteckt und kann nun nur noch von Kiemenatmern und Tauchern bewundert werden.
Am 22. August findet das diesjährige Stradfest statt; gesucht wird hierbei noch die 2. Edderitzer Strandnixe. So war zumindest die Idee des Veranstalters… Leider war die Resonanz so gering, dass aus dem Fest eher ein Trauerspiel wurde (MZ-Web-Beitrag vom 24.08.).
Quellen:
- Webseite des Landkreises Anhalt-Bitterfeld
- Webseite der Mitteldeutschen Seenlandschaft
- Schautafeln rund um den See
- Webseite des Tauchclub Hurrican e.V.
Karte / Übersicht
Von Köthen aus über Baasdorf oder Großwülknitz gut erreichbar; mehrere kostenpflichtige Parklätze bieten ausreichende Parkmöglichkeiten. Ein etwa 6 km langer Radweg führt von der Gartsparte an der Wülknitzer Straße in Köthen direkt zum See.
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