400 Jahre Gartenkunst in Köthen
Der Fruchtbringende Lustgarten zu Köthen und die anhaltische Orangeriekultur
Die Gartenkunst ist die international bedeutendste Fachzeitschrift für alle Themen der Gartenkunst. Seit 1989 informiert sie jährlich zweimal auf circa 200 Seiten über eine Fülle von Themen. Die aktuelle Herbstausgabe enthält erstmals einen Artikel über den lang vergessenen Schlossgarten von Köthen (Anhalt); einst Residenzgarten eines bedeutenden Musenhofes. Die Publikation erscheint damit pünktlich zur Aufnahme der Anlage in das Projekt Gartenträume in Sachsen-Anhalt und als wichtiger Forschungsbeitrag zur bevorstehenden 800-Jahrfeier des Landes Anhalt.
Schöpfer der großartigen Rennaissanceanlage war Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650), bekannt als Begründer der Fruchtbringenden Gesellschaft, der ersten deutschen Sprachpflege- und Tugendgesellschaft. Parallelen zwischen Gartenkunst und Philosophie sind hier unverkennbar. Die anschließende barocke Blüte geht auf Leopold von Anhalt-Köthen (1694-1728) zurück, der sich nicht nur durch die Verpflichtung Johann Sebastian Bachs als Hofkapellmeister in der Stadt ein Denkmal setzte, sondern auch durch die Einrichtung einer hochwertigen Orangerie im Schlossgarten. Pomeranzen, Limonen und andere südländische Gewächse ließen die Anlage zu einem “Garten der Hesperiden” aufblühen.
Der Autor Michael Karkosch, Ingenieur, Gartendenkmalpfleger und geborener Köthener, setzt seinen Schwerpunkt auf die Entwicklung der Orangerien bis hin zu ihren Verbindungen mit anderen anhaltischen Fürstentümern. Die Geschichte der Gesamtanlage wird dabei keineswegs vernachlässigt und führt den Leser lückenlos bis in Gegenwart. Zahlreiche, großteils nie veröffentlichte historische Pläne und Zeichnungen, viele davon farbig, illustrieren plastisch den Eindruck, den vergangene Generationen von der Anlage gehabt haben müssen. Ein Leckerbissen für Liebhaber von Schlossgärten und Orangerien aber gerade auch für Freunde der Stadt Köthen und Interessierte der anhaltischen Geschichte.
Die Gartenkunst erscheint im Herbst 2010. Bestellen kann man das Heft direkt beim Verlag für 33 € unter www.wernersche.de.
Anschrift des Verlages und der Redaktion:
Wernersche Verlagsgesellschaft mbH
Liebfrauenring 17-19
D-67547 Worms am Rhein
Telefon 06241-43574
Telefax 06241-45564
E-Mail: verlag@wernersche.com
ISSN 0935-0519
Weitere Informationen zum Schloss Köthen auf der Webseite Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt. Die Mitteldeutsche Zeitung informiert in ihrer Online-Ausgabe unter dem Titel Köthens fürstliche Parklandschaft über die aktuelle Ausgabe der Gartenkunst und den darin enthaltenen Veröffentlichungen über den Köthener Schlosspark in seiner Pracht zu Zeiten des Fürsten Ludwigs.
Karte / Übersicht
Das Köthener Schloss sowie der Schlosspark liegen wenige Schritte nördlich des Marktplatzes. Parkplätze finden sich rund um den Park, ebenso eine Tiefgarage. Die Stadtiformation Köthen, Ausstellungen, das Stadtarchiv und das Veranstaltungszentrum befinden sich im Schloss bzw. auf dem Schlossgelände.
Informationen zu diesem Artikel
Anregungen und ggf. Informationen sind zusätzlich aus denen im Quellenverzeichnis genannten Veröffentlichungen entnommen.
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