Die Wittigsche Villa
Ehrenbürger Louis Wittigs verfallenes Herrenhaus
Der Köthener Malzkaffee-Fabrikant und Geheimer Kommerzienrat Louis Wittig, welcher es mit “homöopathisch unbedenklichen” Kaffee-Ersatz, dem sogenannten Gesundheitskaffee, zu beachtlichem Reichtum und Ansehen gebracht hatte, bewohnte im 19. Jahrhundert die Villa an der Bärteichpromenade. Direkt im Stadtzentrum – zwischen der Bärteichpromenade und der Museumsgasse – liegt das schlossartige, von einem weitläufigen Park umgebende Gebäude, dessen Verfall in den vergangenen Jahren tatenlos mit angesehen wurde. Das ganze Areal ist völlig verwildert und leider auch von Vandalismus nicht immer verschont geblieben. Der einstige Glanz lässt sich jedoch noch immer erahnen, gerade kleinere Details an der Villa, wie die zahlreichen Verzierungen und Säulen, zeugen von der aufwendigen Gestaltung des Hauses.
Die Mitteldeutsche Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 3. April 2009, dass das seit Jahren leerstehende Gebäude verkauft und endlich saniert werden wird. Trotz hohem Sanierungsaufwand und sehr hohen Kosten will der Detmolder Dr. Gotthard Behnisch dieses Projekt angehen und aus der Wittigschen Villa ein Gesundheitshaus im Sinne der Homöopathie entstehen lassen. Mit der Restauration des Gebäudes und der damit verbundenen Pflege des umliegenden Parks, würde Köthens Innenstadt künftig weiteren Glanzpunkt hinzu gewinnen…
Quellen:
- Geschichte der deutschen homöopathischen Krankenhäuser (Author: Heinz Eppenich)
- Kurzinfo und klasse HDR-Bild von der Villa
Karte / Übersicht
Die Villa befindet sich im Stadtzentrum zwischen Bärteichpromenade und der Museumsgasse. Parkplätze stehen gegen Gebühr rund um den Markplatz zur Verfügung.
Informationen zu diesem Artikel
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