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Auf dem Pfad der Homöopathie

Von der Wallstraße zur Lutzeklinik bis ins Köthener Schloss

Auf dem Pfad der Homöopathie

Auf dem Pfad der Homöopathie

Die Grundregel der Homöopathie “Similia similibus curentur” – zu deutsch “Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden” – ist eins von mehreren Zitaten an Häusergiebeln entlang des Pfades der Homöopathie. Vom ehemaligen Spital in der Wallstraße und dem Hahnemannhaus bis zur Ausstellung zum Thema Geschichte der Homöpathie im Schloss Köthen. Der Weg schlängelt sich dem Logo der Homöopathie nachempfunden durch die Innenstadt und lädt am Magdeburger Turm oder spätestens im Park der Lutzeklinik zum Verweilen ein. Vorbei am Denkmal Hahnemanns und Lutze führt der Weg durch den Schlosspark zur Ausstellung ins Apothekergewölbe im Schloss Köthen.

Europäische Bibliothek für Homöopathie

1829 wurde das Kloster der Barmherzigen Brüder nebst einem Spitalgebäude durch Gottfried Bandhauer entworfen und errichtet. Es diente einige Zeit als Kloster, dann als Hospital, Freischule und sogar als Tischlerei.  Als das Gebäude 2005 von der Stadt Köthen erworben wurde, sprach alles eher für einen Abriss als für eine Sanierung. Doch seit dem Oktober 2009 ist dank des IBA-Projekts mit der Europäischen Bibliothek für Homöopathie in Köthen ein Zentrum der alternativen Heilmethode entstanden. Das nun sehenswerte, dreigeschossige Gebäude erhielt einen gläsernen Anbau sowie einen schönen Garten, der mit seinen Sitzelementen ausreichend Platz zur Entspannung bietet. Hier entstand wirkliches Schmuckstück!

Das Hahnemann-Haus

Das ehemalige Wohnhaus Samuel Hahnemanns in der Wallstraße 49, das heute eine homöopathische Arztpraxis beheimatet, grenzt direkt an die Bibliothek. Von 1821 bis 1835 lebte Hahnemann mit seiner Familie in diesem unter Denkmalschutz stehenden barocken Gebäude. Mittwochs und samstags kann zwischen 13:00 und 15:00 Uhr das kleine Museum und der Garten besichtigt werden.

Platz am Magdeburger Turm

Auf halben Weg zur Lutze-Klinik kann das Nordportal zur Köthener Altstadt als Verbindungsglied zwischen den wichtigsten homöopatischen Stätten in Köthen gesehen werden. So wurde im Sommer 2009 im Rahmen des IBA-Stadtumbau aus einer unansehlichen Brachfläche eine Ruhezone geschaffen, die zum Verweilen einlädt. Der Kräuterduftpfad wurde durch junge Obstbäume bereichert und in den Abendstunden wird der 1562 neu errichtete Turm angestrahlt.

Die Lutzeklinik

Die Lutzeklinik und der gepflegte Park mit Kräutergarten, Bänken und Schatten spendenden Bäumen wurde im Jahr 1855 durch Dr. Arthur Lutze eröffnet. Bereits zu dieser Zeit war die Klinik sehr modern ausgestattet. Das in neogotischer Form errichtete Gebäude besaß bereits einen Fahrstuhl sowie eine Zentralheizung. Zuletzt hatten mehrere Vereine in dem Gebäude ihre Heimstätte, doch wird es künftige mehr und mehr zum Zentrum der Tagespflege für Senioren.

Hahnemann-Lutze-Denkmal

Die Göttin Hygieia – Schutzpatronin der Apotheker und griechische Göttin der Gesundheit sowie als Zeugin gerufene Göttin beim Eid des Hippokrates – steht zwischen Christian Friedrich Samuel Hahnemann zur linken und Arthur Lutze zur rechten Seite im Zentrum des Denkmals. Das vom Bildhauer Heinrich Pohlmann geschaffene Denkmal wurde im Jahr 1897 eingeweiht. Es steht gegenüber der Lutze-Klinik, am Nordwest-Eingang des Schlossparks an der Ecke Springstraße und Theaterstraße.

Ausstellung im Schloss

Die ständige Hahnemann-Lutze-Ausstellung zur Geschichte der Homöopathie in Köthen befindet sich im Apothekergewölbe des Schlosses. Die Sammlung besteht aus Nachlässen Samuel Hahnemanns und Arthur Lutzes sowie aus Schenkungen, Leihgaben und Ankäufen. Unter anderem sind das originale Schreibzeug und das Sterbebett Hahnemanns sowie Apothekerutensilien zu besichtigen.
An diesem Punkt endet oder beginnt der Homöpathiepfad durch Köthen und lädt zu weiteren Entdeckungen in der Innenstadt, dem Schlossgelände oder den Ausstellungen und Veranstaltungen im Schloss selbst ein.

Köthener Homöopathiesommer 2010

Der Hahnemann-Lutze-Verein lädt am 28. und 29. August 2010 in die Lutze-Klinik zum diesjährigen Homöopathiesommer. Geplant sind für das Wochenende mehrere Vorträge zum Thema Homöopathie, Informations- und Verkaufsstände im Lutze-Park, Musik sowie das Puppenspiel “Liebesperlen”. Führungen und Besichtigungen sowie ein Besuch der IBA-Ausstellung “Homöopathie als Entwicklungskraft” und des Hahnemann-Hauses bieten eine schöne Möglichkeit, Köthen entlang des Pfades der Homöopathie kennen zu lernen.
Das Faltblatt mit Hinweisen zur Anfahrt, dem Programm und den Höhepunkten des Veranstaltungswochenendes kann als PDF (ca. 1,8 MByte) hier herunter geladen werden.

Quellen:

Karte / Übersicht

Der Pfad entlang bedeutender Orte der Homöopathie führt von der Europäische Bibliothek für Homöopathie in der Wallstraße, zum Magdeburger Turm, weiter zur Lutzeklinik, dem Hahnemann-Lutze-Denkmal bis zur Ausstellung über die Geschichte der Homöopathie in Köthen im Schloss.

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